Christus und die Religionen – Jahrestagung des IWM

30. September 2013
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Der Dialog mit anderen Religionen hat seit dem II. Vatikanischen Konzil unzweifelhaft einen hohen Stellenwert innerhalb der katholischen Kirche und der Theologie. Aber was kann Dialog konkret bedeuten? Welche Konsequenzen hat die Auseinandersetzung mit den anderen Religionen für die eigene Theologie? Die diesjährige Fachtagung des IWM „Christus und die Religionen – Standortbestimmung der Missionstheologie“ (24.–26. September 2013) lieferte vielseitige Diskussionsbeiträge zu diesen Debatten.

Die insgesamt zehn Vorträge von ausgewiesenen Fachleuten boten den rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Tagung die Möglichkeit, sich intensiv mit den Ansätzen der Komparativen Theologie und der Israeltheologie zu beschäftigen. In den lebhaften und intensiven Diskussionen wurden erörtert, wie weit diese Ansätze tragen und welche Grenzen ihnen innewohnen. Dass die Tagung nicht zu einem reinen innertheologischen Diskurs wurde, verdankt sich nicht zu letzt Prof. Dr. Robert C. Neville. Mit seiner Theorie über das Wesen der Religionen und den Möglichkeiten des Dialogs sorgte er für eine anregende philosophische Perspektive. Selbstverständlich durfte auch der Blick in die Weltkirche nicht fehlen. Und so referierten Prof. Dr. Jacob Parappally über die indischen Reflektionen auf die Christologie im Dialog mit anderen Religionen und Prof. Dr. Philomena N. Mwaura zeigt die afrikanische Sichtweite auf die Religionen auf.

In Kürze finden Sie unter der Rubrik IWM-TV Interviews mit den Referenten. Außerdem ist eine Publikation der Beiträge in der Reihe Weltkirche und Mission in Planung.

Markus Patenge