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Die Inhalte

Die hier vorgestellten Inhalte beziehen sich auf das zentrale Fortbildungspaket, das sich auf Fortbildungen auf Diözesanebene bezieht und idealerweise in zwei Blockveranstaltungen von je drei bis vier Tagen durchgeführt wird. Um jedoch einen möglichst breiten Personenkreis zu sensibilisieren, sind daneben recht unterschiedliche Formate denkbar, für die dann je nach Publikum eine gezielte Auswahl aus den Inhalten erfolgt und eine passende Methode gewählt wird.


Lernziele

Ziel der Weiterbildung ist es, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dazu zu befähigen, dem jeweils Fremden aus einer bewusst an christlichen Überzeugungen und Werten orientierten Haltung heraus zu begegnen und zu Brückenbauern zu werden zwischen Einheimischen, Zuwanderern und Menschen auf der Flucht. Angestrebt wird die Ausbreitung einer christlich motivierten und theologisch reflektierten Beziehungskultur.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer

  • sind in der Lage, zentrale Konzepte wie Integration, Assimilation, Willkommenskultur und dergleichen zu diskutieren und die entsprechenden Chancen und Risiken zu benen­nen
  • sind sich der Bedeutung von Machtasymmetrien in interkulturellen Konflikten bewusst und können dieses Wissen in konkreten Situationen für Deeskalation und Konfliktlösung anwenden
  • werden dazu befähigt, verdeckte rassismusrelevante Strukturen zu erkennen und zu überwinden
  • werden in ihrem Engagement für Migrantinnen/Migranten und geflüchtete Menschen bestärkt
  • werden zur Selbstreflexion angeregt mit Blick auf die eigenen Motivationen
  • können erklären, was mit Gleichursprünglichkeit von Einheit und Vielfalt gemeint ist, und können die Konsequenzen dieser Einsicht für den kirchlichen Umgang mit Flucht und Migration darlegen
  • erkennen den Bezug zwischen der kirchlichen Missio und dem Engagement für Geflüchtete
  • können die zentrale Bedeutung der Entgrenzung zum Fremden für das christliche Selbst­verständnis darlegen
  • werden befähigt und ermutigt, in der Begegnung mit Migrantinnen/Migranten und Geflüchteten über Glaubensfragen zu reden, sich bereichern zu lassen und Zeugnis zu geben
  • können anhand der biblischen Erzählung des Buches Rut die theologische Bedeutung der Begegnung mit dem Fremden darlegen

rut-tk-inhalte-zauberwuerfellModule

Die Inhalte der Fortbildung sind in verschiedene Module unterteilt. Die vom IWM verantworteten Fortbildungsmodule, bei denen theologische und sozialwissenschaftliche Perspektiven miteinander in Dialog gebracht werden, umfassen folgende Themenbereiche:

 

1. Integration versus Assimilation
Das psychologische Verständnis von Integration als Leitperspektive


2. Etablierte und Außenseiter
Außer- und innerkirchliche Machtkonstellationen jenseits kultureller Diversität


3. Rassismus wider Willen
Die unbewusste Seite antirassistischen Engagements


4. Der Ortswechsel des Zweiten Vatikanischen Konzils
Kirche als Pastoralgemeinschaft


5. Communio als Vermittlung von Einheit und Vielfalt


6. Identität und Entgrenzung
Die Sendung der Kirche im Kontext von Migration und Flucht