Publikationen

Buchreihe „Weltkirche und Mission“

Die Reihe „Weltkirche und Mission“ widmet sich den Fragen von Weltkirche und weltkirchlicher Arbeit mit dem Schwerpunkt auf der missionarischen Sendung der Kirche, u.a. bei missionsgeschichtlichen Fragen, Kontextueller Theologie und der Präsenz von Katholiken anderer Herkunft und Muttersprache in Deutschland. Bisher sind erschienen:

Mission Menschlichkeit: Das kritische Potenzial christlich-humanistischer Bildung weltweit

Auf der Grundlage der Orientierungshilfe „Erziehung zum solidarischen Humanismus – Für den Aufbau einer ‚Zivilisation der Liebe‘“ setzt sich der Band mit dem weltweiten kirchlichen Bildungsengagement auseinander. Im Zentrum steht das Gemeinwohl aller Völker, Kulturen und Religionen sowie die Befähigung zur Koexistenz in einer globalisierten Welt. Inwieweit spiegelt sich ein christlicher Humanismus in den kirchlichen Bildungsunternehmungen wider? Setzt sich die Kirche ausreichend gegen die Ökonomisierung von Bildung zur Wehr? Welche strukturellen Rahmenbedingungen sind für den Aufbau einer „Zivilisation der Liebe“ notwendig?

Herausgegeben von Christiana Idika und Markus Luber
2021

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Lebenslänglich! Das Ringen von Migrierten und Geflüchteten um gleichberechtigte Partizipation in Gesellschaft und Kirche

Viele Migrierte teilen die Erfahrung von Benachteiligung und Ungerechtigkeit, auch wenn nationale und internationale Gesetze ihnen rechtliche Gleichstellung versprechen. Auch unter besten politischen Voraussetzungen bleiben sie oft „Ausländer“ und erfahren sich als Menschen zweiter Klasse. Rechtliche Gleichstellung ist eine wichtige, aber keineswegs ausreichende Voraussetzung für gleichberechtigte Partizipation. Es gilt, neben kultureller Diversität auch die Asymmetrie der Beziehung in den Blick zu nehmen, die durch den einseitigen Fokus auf Diversität häufig verschleiert wird. Das Gewahrwerden des bleibenden Machtgefälles und die Frage nach dem Umgang mit dieser Schieflage stehen im Zentrum dieses Bandes.

Herausgegeben von Tobias Keßler
2021

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Die Jungfrau im Silberberg: Ein kolonialzeitliches Marienbild aus Potosí als Zeugnis andiner Theologie

Das Gemälde der Virgen del Cerro, der Jungfrau im Silberberg, aus Potosí in Bolivien dokumentiert, wie einheimische Künstler während der Kolonialzeit Motive aus der Tradition der Anden in Bildern mit christlicher Ikonographie versteckten. Mit dieser widerständigen Praxis retteten sie Teile ihrer eigenen Kultur und schufen zugleich eine hybride Bild-Theologie. Deren wichtigste Elemente werden in der Arbeit mit Hilfe von Ansätzen aus den postcolonial studies, der Bild-Philosophie und der Ethnologie entschlüsselt. Dabei wird deutlich, dass die Verbindung von europäisch- katholischen Frömmigkeitselementen mit Konzepten aus der andinen Kosmovision, wie den heiligen Bergen oder der Mutter Erde, die bolivianische Volksreligiosität bis heute prägt. Abschließend weist der Autor nach, dass diese Art von andiner Theologie angesichts gegenwärtiger Herausforderungen wie der ökologischen Krise erstaunliche Aktualität besitzt.

Autor: Dietmar Müßig
2020

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Missio-Logos: Beiträge über ein integrales Missionskonzept einer Kirche bei den Menschen

Nach der postkolonialen Skepsis ist der Missionsbegriff wieder in den theologischen und interdisziplinären Diskurs zurückgekehrt. In diesem Band finden sich Beiträge über die Entwicklung des Missionsbegriffs nach dem II. Vatikanum bis in unsere Tage hinein. Dabei werden unter anderem Texte des Lehramtes zum Thema Mission in den Blick genommen und die Ergebnisse einer empirischen Studie über das Missionsverständnis von Menschen aus aller Welt vorgestellt. Zugleich werden die aktuellen Themen der Mission im weltkirchlichen Kontext beleuchtet, nämlich Mission und Gesundheit, Mission und Bildung, Mission und Migration, Theologie interkulturell sowie neue evangelikale Bewegungen weltweit. Die Beiträge sind im Rahmen des Forschungsprojekts Integraler Missionsbegriff entstanden und bündeln die Ergebnisse der Forschung. Darüber hinaus diskutieren aktuelle und ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des IWM in ihren Gastbeiträgen grundlegende Facetten eines integralen Missionsbegriffs.

Herausgegeben von Klara Csiszar
Erscheint am 01.06. 2021

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Christentum Medial: Religiöse Kommunikation in digitaler Kultur

Dieser Band beschäftigt sich mit der Rolle und Bedeutung von Medialität und Medienwandel im Christentum in Geschichte und Gegenwart aus interdisziplinärer und weltkirchlicher Perspektive. Wie gestaltet sich die Wechselbeziehung zwischen sich wandelnden Medien auf der einen Seite und christlichen Diskursen, Praktiken, Wahrnehmungserfahrungen sowie Vergemeinschaftungsformen auf der anderen? Und wie sind besonders neuere und neueste Entwicklungen im gegenwärtigen digitalen Zeitalter aus missionswissenschaftlicher Perspektive zu beurteilen? Im Fokus stehen sowohl mediale Inszenierungen pentekostaler und neocharismatischer Gestaltnahmen des Christentums als auch die Transformation der kommunikativen Performanz in den etablierten Kirchen. Der Band bietet Anregungen für einen veränderten Blick auf die Pastoral in digitaler Kultur und thematisiert die Notwendigkeit ihrer ethischen Reflexion.

Herausgegeben von Esther Berg-Chan und Markus Luber.
2020

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Theologie und Postkolonialismus: Ansätze – Herausforderungen – Perspektiven

Die Auseinandersetzung mit Geschichte, Folgen und Neuformierungen von Kolonialismus stellt in weltkirchlicher Hinsicht eine zentrale Herausforderung dar. Postkoloniale Studien haben in den letzten Jahren entscheidende Anstöße zum besseren Verständnis dieser Phänomene geleistet, innerhalb der deutschsprachigen katholischen Theologie jedoch bislang wenig Resonanz gefunden. Der Band leistet eine systematische theologische Auseinandersetzung mit postkolonialen Theorien. Er beleuchtet die Erfahrungen unterschiedlicher weltkirchlicher Kontexte und bringt Ansätze post-, de- und antikolonialen Denkens in ein kritisches Gespräch.

Herausgegeben von Sebastian Pittl
2018

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Kann denn aus Nazaret etwas Gutes kommen? – Perichoretisch-kenotische Entgrenzung als Paradigma des Verhältnisses zwischen zugewanderten und einheimischen Katholiken

Die Arbeit untersucht anhand soziologischer und theologischer Einsichten das Verhältnis zwischen zugewanderten und einheimischen Katholikinnen und Katholiken in der deutschen Partikularkirche. Zunächst analysiert der Autor die Rede von der Integration in Gesellschaft und Kirche und problematisiert in diesem Zusammenhang die stillschweigende Gleichsetzung von Integration und Communio im binnenkirchlichen Diskurs. Er kommt zum Ergebnis, dass es sich hierbei faktisch um gegenläufige Größen handelt, weshalb er den Verzicht auf die Semantik der Integration für binnenkirchliche Belange nahelegt. In einem weiteren Schritt entlarvt er die Beziehung zwischen den genannten Gruppen als ein politisch vorstrukturiertes Verhältnis zwischen Etablierten und Außenseitern, das durch ein bleibendes Machtgefälle geprägt ist. In einer trinitarisch grundgelegten Ekklesiologie auf dem Boden des Zweiten Vatikanischen Konzils findet der Verfasser den Schlüssel zur Überwindung der bestehenden Gegensätze und Konflikte sowie zum Aufbau einer von pfingstlicher Einheit in Vielfalt geprägten Kirche.

Autor: Tobias Keßler
2018

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Mission 21 – Das Evangelium in neuen Räumen erschließen

Wie kann Kirche im 21. Jahrhundert missionarisch sein? Wer das Evangelium in neuen Räumen erschließen will, sollte sich auch von ihnen inspirieren lassen. Mit durchgängig weltkirchlichem Blick werden Erfahrungen aus verschiedenen Kontinenten miteinander ins Gespräch gebracht. Ausgangspunkt ist das Missionsparadigma „missio inter gentes“ von Jonathan Y. Tan, das er vor dem Hintergrund der Minderheitserfahrung asiatischer Christen gewonnen hat: Evangelisierung nicht als Einbahnstraße, sondern als kommunikativer Lernweg zwischen Völkern, Kulturen und Religionen. Der neue Sammelband dokumentiert die wissenschaftlichen Beiträge der IWM Jahrestagung 2016, die in Kooperation mit der Katholischen Arbeitsstelle für missionarische Pastoral (KAMP) organisiert wurde. Die Aufsätze tragen dazu bei Impulse zu geben, die wissenschaftliche Reflexion über ein neues Missionsverständnis situations- und zeitgerecht voranbringen.

Herausgegeben von Klara Csiszar, Martin Hochholzer, Markus Luber, Hubertus Schönemann.
2017

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Schöpfung bewahren – Theologie und Kirche als Impulsgeber für eine nachhaltige Entwicklung

Es ist erstaunlich, dass die Kirche bis zur Enzyklika „Laudato si“ zurückhaltend mit globalen Herausforderungen wie Klimawandel, Migrationsströme etc. umgegangen ist, denn sie betreffen die Menschen zu Beginn des 21. Jahrhunderts existentiell. Dabei könnte die Kirche aufgrund ihrer globalen Vernetzung und lokalen Verwurzelung wesentliche Impulse leisten. Aber was genau könnte ein christlicher Beitrag für eine nachhaltige Weltentwicklung und Transformation unserer Gesellschaft sein? Besteht ein christlicher Auftrag – eine „Mission“ – zur aktiven Gestaltung einer nachhaltigen Entwicklung?

Herausgegeben von Markus Patenge, Roman Beck, Markus Luber.
2016

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Eine arme Kirche für die Armen – Theologische Bedeutung und praktische Konsequenzen.

Zu welcher Armut sind wir als Weltkirche berufen? Und wie ist es vor Ort möglich, eine Kirche zu leben, die arm und für die Armen ist? Das Hauptanliegen von Papst Franziskus seit Beginn seines Pontifikats ist eine arme Kirche für die Armen. Er ruft dazu auf, dem wirklichen Leib Christi zu begegnen, der für ihn die Armen sind. Dieser Band beleuchtet den theologischen Kontext des ersten lateinamerikanischen Papstes und fragt nach der Bedeutung der Kategorie Armut für die theologische Reflexion. In einem weiteren Schritt geht es um Impulse und Konsequenzen, die sich aus dem theologischen Ansatz für die kirchliche Praxis in einer Wohlstandsgesellschaft ergeben.

Herausgegeben von Markus Luber und Jorge Gallegos Sánchez.
2015

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Christus und die Religionen – Standortbestimmung der Missionstheologie

Interreligiosität, Interkulturalität und Dialog sind heute Schlüsselkategorien einer weltkirchlich ausgerichteten Theologie, die sich gegenüber anderen Religionen und Glaubensüberzeugungen öffnet. Im kreativen Umfeld der Theologie der Religionen gibt es vielfältige Ansätze, die diese Entwicklung aufgreifen und theologisch entfalten. Im vorliegenden Band werden Komparative Theologie und Israeltheologie in den Blick genommen. Beide Ansätze teilen das Anliegen, nicht-christliche Religionen umfassend zu würdigen, ohne die universale Bedeutung des Christusereignisses zu depotenzieren. Während die Komparative Theologie religiöse Überzeugungen unterschiedlicher Traditionen aus einer gläubigen Binnenperspektive interreligiös erschließt, argumentiert die Israeltheologie für einen vollgültigen Heilsweg des Judentums. In den Beiträgen werden beide Ansätze in christologischer Perspektive diskutiert und auf ihre missionstheologischen Implikationen hin befragt.

Herausgegeben von Markus Luber, Roman Beck und Simon Neubert.
2015

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Migration als Ort der Theologie

Migration ist ein prominentes Thema, das unter verschiedensten Gesichtspunkten debattiert und analysiert wird. Weniger im Blick ist dabei die theologische Relevanz des Phänomens. Jenseits der unterschiedlichen Herangehensweisen und theologischen Disziplinen, die sie vertreten, plädieren die Autoren einstimmig für eine migrationssensible Theologie, die in der Globalisierung menschlicher Mobilität ein Zeichen der Zeit erkennt. Dabei wird deutlich, dass Migration ihrerseits einen theologiegenerativen Ort verkörpert, sodass hier und da bereits von einer Theologie der Migration die Rede ist.

Herausgegeben von Tobias Keßler.
2014

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Neue Räume öffnen – Mission und Säkularisierungen weltweit

Erstmalig werden die verschiedenen Formen von Säkularisierung aus missionstheologischer Perspektive beleuchtet. Momentaufnahmen und Analysen aus verschiedenen Teilen der Welt zeichnen ein facettenreiches Bild der Säkularisierungen weltweit. Es zeigt sich, dass Säkularität nicht automatisch mit Religionsfeindlichkeit gleichzusetzen, sondern vielmehr Ausdruck einer modernen, pluralen Gesellschaft ist.

Herausgegeben von Gregor Buß und Markus Luber.
2013

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Kontextualität des Evangeliums – Weltkirchliche Herausforderungen der Missionstheologie

Der Dialog mit allen Kulturen ist ein Kennzeichen des Christlichen. Die Vernachlässigung der Frage der Kontextualität hat in Europa dazu geführt, dass die christliche Botschaft auf bestimmte Milieus beschränkt blieb und ihre Universalität eingebüßt hat. Zahlreiche theologische Ansätze aus der Dritten Welt kommunizieren hingegen kritisch mit ihrer Umwelt. Die Publikation informiert nicht nur über die Entwürfe, sondern reflektiert sie auch systematisch. Angesichts der Verschiebung der christlichen Zentren fördert sie damit das längst fällige theologische Gespräch in der Weltkirche.

Herausgegeben von Markus Luber.
2012

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Pentekostalismus – Die Pfingstbewegung als Anfrage an Theologie und Kirche

Die Ausbreitung der Pfingstkirchen in ihren verschiedenen Ausprägungen gibt Anlass zu Fragen in Bezug auf die dort praktizierte Art und Weise der Verkündigung, der Gemeindebildung und -leitung, der Katechese und Gottesdienstgestaltung, die Rolle des Heiligen Geistes, die Bedeutung der Spiritualität, den gezielten Einsatz moderner Medien, den Stellenwert von Emotionen in der Liturgie, die Stellung der Frau in der Kirche, das soziale Engagement, die Auswirkungen auf Gesellschaft und Politik und nicht zuletzt die Formen der Finanzierung. Dieser Band bietet eine sachlich- und gleichermaßen selbstkritische Beschäftigung mit verschiedenen Aspekten des Pentekostalismus.

Herausgegeben von Albert-Peter Rethmann und Tobias Keßler.
2012

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Sonstige Publikationen

Zur theologischen Rezeption von Ausbreitungsfaktoren und Präventionsmaßnahmen der HIV/AIDS-Epidemie in Afrika

Der Kampf gegen Aids in Afrika kann nur gewonnen werden, wenn die besonderen kulturellen, sozialen und ökonomischen Risikofaktoren des Kontinents in der Bekämpfung der Epidemie erkannt und berücksichtigt werden. Die Studie untersucht diese Faktoren und deren Rezeption in Theologie und Pastoral der katholischen Kirche in Afrika.

 

 

 

The theological reception of spread factors and preventive measures of the HIV/AIDS epidemic in Africa

In the Fight against HIV/AIDS in Africa it is necessary to identify the cultural and socio-economic risk-factors that influence the spread of the epidemic. This study examines these factors and their theological and pastoral reception in the Church of Africa.

 

 

Verfasst von Markus Patenge
Bonn 2017

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Responses of the Catholic Church to HIV and AIDS in Africa: Lessons Learned

In der Studie „Lehren aus den Antworten der katholischen Kirche auf HIV und AIDS in Afrika“ werden die Ergebnisse einer breit angelegten, internationalen Feldstudie zusammengefasst, die afrikanische und deutsche Theologen und Gesundheitsexperten zwischen 2010 und 2013 im Auftrag der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz in Äthiopien, Sambia und Malawi durchgeführt haben. An der Durchführung der Studie war der frühere wissenschaftliche Mitarbeiter des IWM, Dr. Gregor Buß (jetzt Referent für Afrika, Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz) beteiligt. Anliegen der Studie ist es, Betroffene und kirchliche Vertreter aus den drei afrikanischen Ländern zu Wort kommen zu lassen, um ein authentisches Bild der durch HIV und AIDS gestellten Herausforderungen zu zeichnen..

Herausgegeben von Klaus Fleischer et al.
Bonn 2015

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