Interkulturelle Theologie (IT) erforscht die vielfältigen kulturellen Gestalten, in denen das Christentum in der globalen Moderne in Erscheinung tritt, und versucht, diese miteinander ins Gespräch zu bringen. Ebenso sucht sie den Dialog mit nichtchristlichen Kulturen und Religionen, in denen sie das Wirken des Geistes Gottes erkennt.
Im interkulturellen und interreligiösen Dialog sieht sie ein unverzichtbares Mittel gegenseitiger Bereicherung und Korrektur sowie den ausgezeichneten Weg, um dem Reichtum der Offenbarung Gottes in der Geschichte der Menschen gerecht zu werden. Kontextualität begreift sie als konstitutives Charakteristikum jeder Form von Theologie und Glauben, ohne dabei die Ansprüche von Universalität und Wahrheit zu verabschieden.
Schwerpunkt „Mission digital“
Im Zeitalter der Digitalisierung und rasant voranschreitendem technologischen Fortschritt, setzt IT am Institut für Weltkirche und Mission aktuell einen Schwerpunkt auf Erscheinungsformen digitaler Glaubenskommunikation.
Mit diesem Schwerpunkt auf Digitalität versucht IT über geografische Grenzen hinweg, einen Beitrag zur Beantwortung der Frage zu liefern, wie digitale Glaubenskommunikation religiöse Landschaften verändert und wie sich (Kirchen)-Gemeinschaften an der Schnittstelle von digital-analogen Räumen verstehen und formieren.
Um der Diversität digitaler Räume als Orte von Kulturproduktion angemessen zu begegnen, lässt sich IT von gegenwärtigen gesellschaftlichen Ereignissen und Dynamiken (im Netz) anstoßen. Dabei reflektiert sie, welche Bedeutung digitale Räume als Kulturorte und Orte der Produktion von Theologie über territoriale Ansätze hinweg einnehmen.
Ziel ist es, zur Förderung der Verständigung zwischen (digitalen) Kulturräumen, Religionen und Gemeinschaften beizutragen.

