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Sonic Pentecostalism im urbanen Raum: Dr. Sophia Omokanye präsentiert Forschung am Annual Meeting der AAR in Boston

Im Panel „Sensory Landscapes and the Sacred“ präsentierte Dr. Sophia Omokanye ihr Paper „Mixtapes of Sonic Pentecostalism“, in dem sie untersucht, wie akkustische religiöse Präsenz urbane Räume prägen und religiöse Territorialität erzeugen. Die Präsentation fand im Rahmen des weltweit größten Treffens zu theologischer und religionswissenschaftlicher Forschung statt.

Beim Annual Meeting der American Academy of Religion (AAR), dem global größten Forum für die akademische Erforschung von Religion, das vom 22. – 25. November in Boston stattfand, war unsere wissenschaftliche Mitarbeiterin Dr. Sophia Omokanye mit einem Beitrag vertreten. In diesem Jahr präsentierte sie ihr Paper „Mixtapes of Sonic Pentecostalism“ im Panel „Sensory Landscapes and the Sacred“, organisiert von der Anthropology of Religion Unit und unter der Leitung von Eric Hoenes Del Pinal und Brendan Jamal Thornton. Das Panel widmete sich der Frage, wie religiöse Praktiken über sensorische Wahrnehmungen – Sehen, Hören, Riechen und Tasten – an Orte gebunden und in räumliche Erfahrung übersetzt werden. Beiträge aus unterschiedlichsten kulturellen und historischen Kontexten zeigten auf, wie eng sinnliche Eindrücke und religiöse Verortung miteinander verflochten sind.

In ihrem Paper stellte Dr. Omokanye einen ethnografischen Ansatz vor, der christliche akustische Präsenz im urbanen Raum untersucht und dabei auf ihr langzeitethnografisches Projekt „Mapping Christian Audibilities“ aufbaut. Im Zentrum steht die Frage, wie (afrikanisch)-pfingstkirchliche akustische Präsenz außerhalb traditioneller Kirchenräume – etwa durch Gebetsgruppen, Paraden oder StraßenpredigerInnen – die akustische Landschaft der Straßenkreuzung Bloor and Yonge in Toronto beeinflussen. Mithilfe von aktivem Zuhören, Soundwalking und Soundmapping zeigt sie, wie solche „Sounds“ den urbanen Alltag nicht nur begleiten, sondern die städtische Sound-Kulisse aktiv unterbrechen und mit ihr interagieren. Dadurch entstehen „Mixtapes“, die zeitgenössische Christentümer im öffentlichen Raum akustisch sichtbar machen und eine komplexe Form religiöser Präsenz erzeugen.

 

Mit ihrer Forschung leistet Dr. Omokanye einen Beitrag zum tieferen Verständnis wie religiöse Praktiken durch ihre akustische Präsenz abseits von institutionellen Gebäuden, Raum inmitten von städtischen Milieus bzw. draußen auf offener Straße einnehmen. Die Teilnahme am AAR Annual Meeting bot eine wertvolle Plattform, diese Perspektiven mit einem internationalen Fachpublikum zu teilen und in interdisziplinären Austausch darüberzu treten.

  • Wissenschaftliche Mitarbeiterin – Interkulturelle Theologie
+49 69 6061-707 omokanye@iwm.sankt-georgen.de