Missionssammlungen ausgepackt – Ein kritischer Blick auf ein schwieriges Erbe
Im Kölner Rautenstrauch-Joest-Museum beleuchtet die Ausstellung „Missionssammlungen ausgepackt“ ein bisher wenig beachtetes Kapitel der Museums- und Kolonialgeschichte. Begleitet wird sie von einem wissenschaftlichen Katalogbeitrag und einer Podiumsdiskussion, die zentrale Fragen zu Verantwortung, Perspektivenvielfalt und Zukunft der Missionssammlungen aufgreifen.
Durch die Mitwirkung des Instituts für Weltkirche und Mission – mit einem Beitrag von Dr. Markus Scholz im Ausstellungskatalog und der Teilnahme von P. Prof. Dr. Dr. Markus Luber SJ an der Podiumsdiskussion – wird die wissenschaftliche und theologische Perspektive in die Debatte um Verantwortung, Aufarbeitung und Dialog eingebracht.
Seine Analyse zeigt: Diese Sammeltätigkeit war keineswegs eindimensional. Zwischen religiösem Eifer, wissenschaftlichem Interesse, persönlicher Neugier und kolonialen Rahmenbedingungen entstand ein vielschichtiges Bild missionarischer Sammelpraxis. Scholz’ Beitrag verdeutlicht, wie eng kirchliche, politische und kulturelle Motive miteinander verflochten waren – und wie schwierig es ist, diese historischen Kontexte heute zu entwirren.
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Unter den Podiums-Teilnehmenden war P. Prof. Dr. Dr. Markus Luber SJ, der gemeinsam mit Expertinnen aus der Museums-, Provenienz- und Geschichtsforschung über Verantwortung, Perspektivenvielfalt und praktische Herausforderungen sprach.
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie historische Zusammenhänge kritisch reflektiert und verschiedene Stimmen – insbesondere aus Herkunftsgesellschaften – gleichberechtigt einbezogen werden können.
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https://www.rautenstrauch-joest-museum.de/Missionssammlungen-ausgepackt
- Wissenschaftlicher Mitarbeiter – Missionsgeschichtliche Sammlungen
20. Februar – 8. März 2026
