E Neuigkeit
Christianity in Africa
Christianity in Africa – Sketches of Church History and Mission History between Colonisation and Emancipation
Im Wintersemester 20/21 hat der Forschungsbereich Missionsgeschichte, vertreten durch Friederike Dillenseger, in Zusammenarbeit mit Dr. Niccolo Steiner SJ vom Lehrstuhl für Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit ein Hauptseminar angeboten. Mit dem Ziel sich über historische Quellen der Missions- und Kirchengeschichte Afrikas anzunähern, angefangen im frühen Christentum, über das Zeitalter des spanischen und portugiesischen Imperialismus, bis zum Missionsjahrhundert und dem Erlangen der Unabhängigkeit, wurden unterschiedliche Länder beispielhaft beleuchtet: Äthiopien, Nigeria, Uganda, Tansania und Südafrika.
Neben der Quellenarbeit standen missionswissenschaftliche Fragestellungen im Vordergrund, die sich aus der Haltung der Kirche zum Sklavenhandel, der Gleichzeitigkeit von Kolonialismus und Mission sowie der Emanzipation christlicher Kirchen in Afrika im 21. Jahrhundert ergeben:
- Hat sich die christliche Mission gegen den Sklavenhandel positioniert und welche Rolle nimmt sie in der Anti-Sklaverei-Bewegung ein?
- Wo haben MissionarInnen vom Kolonialismus profitiert? Haben sie diesen unterstützt oder sich gegen menschenfeindliche Praktiken der Kolonialregierungen gestellt?
- Mission als Kontaktzone interkultureller Begegnung: Hat die Begegnung mit dem Fremden Sichtweisen, Glaube, Wertvorstellung und Lebensweise der beteiligten Akteure verändert? Wie wirkt sich dies auf die heutige Vorstellung einer Weltkirche aus?
- Wie kann die Offenbarung des trinitarischen Gottes in den afrikanischen Kulturen sichtbar werden? Wie kann eine zeitgemäße Theologie Glaubenswahrheiten in die afrikanische Weltsicht einbinden, in einer kritischen Auseinandersetzung mit der einseitig europäischen Christianisierung während der Kolonisationszeit?
- Welche Rolle können MissionarInnen gegenwärtig im Sinne eines ganzheitlichen Missionsbegriffes einnehmen? Was bedeutet dies für internationale Ordensangehörige in ihrem Dienst im postchristlichem Deutschland, während die Kirche in Asien, Lateinamerika und Afrika stetig wächst?
Wir sind sehr dankbar für die interessanten Diskussionen mit den KommilitonInnen aus verschiedenen Kontinenten, die sich wünschen, dass die Perspektive einer Weltkirche und die theologische Diskussion in englischer Sprache im Theologiestudium in Deutschland mehr Gewichtung erhalten. Es hat sich gezeigt, dass aus der Reflexion der Missionsgeschichte wichtige Impulse für eine zeitgemäße Missionstheologie hervorgehen können, in der alle Stimmen der Weltkirche in ihrem kulturellen Kontext gehört werden.
- ehem. wissenschaftliche Mitarbeiterin – Missionsgeschichte
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