Sr. Dr. Christiana Idika im Gespräch mit
Governor-elect Emeka Ihedioha aus Imo, Nigeria

14. Mai 2019

His Excellency Rt. Hon. Chukwuemeka Ihedioha wurde am 9. März diesen Jahres als Governor-elect für das nigerianische Bundesland Imo gewählt. Auf Einladung der Imo State Association e.V. Frankfurt besuchte Emeka Ihedioha am 4. Mai 2019 die in Europa lebenden Bürger seines Landes. Das Treffen fand im Evangelischen Gemeindezentrum in Großkrotzenburg statt.

In seiner Rede an die Landsleute sprach der Politiker über soziale Verantwortung, Rechenschaftspflichten, gute Regierungsführung und Engagement für das Gemeinwohl. Anwesend waren u.a. Prinz Ekene Onwuka LLB (Hons) vom Generalkonsulat Nigeria in Frankfurt, Ezekwesili III aus Awo Omanma, Herr Sebastian Nellies von der Stadt Hanau, Herr Ulf Brackmann von der Internationalen Hochschule Bad Honnef und Sr. Christiana Idika vom Institut für Weltkirche und Mission (IWM). Christiana stammt aus Imo / Nigeria und betreut am IWM den Forschungsbereich „Mission und Bildung“. Sie beschäftigt sich mit dem Beitrag der christlichen Bildung zur integralen menschlichen Entwicklung, die zu notwendiger sozialer Tugend für das Wohlergehen von Individuum und Gesellschaft führt.

In einem Gespräch mit Sr. Christiana erwähnte der Governor-elect Ihedioha eine angestrebte „Renaissance“ des Bundeslandes Imo. Er möchte die Menschen motivieren einen neuen Aufbruch zu wagen: „Born Again“. Diese beiden Kernpunkte, der erste mit philosophischem Hintergrund und der zweite mit theologischer Aussage, sind nicht ohne Grund. „Born Again“ ist ein Begriff, der in der pfingstlich/charismatischen Bewegung populär ist. Interessanterweise drückt „Born Again“ die Idee eines Neubeginns und einer neuen Lebensweise aus. In diesem Zusammenhang erkennt Ihedioha die Rolle der Kirche in der Begleitung der Jugendlichen hin zu mündigen und sozialen Bürgern an,  in deren Hand die Zukunft eines gerechten und friedvollen Bundesstaates Imo liegt.

Des Weiteren fragte Sr. Christiana nach Kontrollmöglichkeiten für das staatliche Finanzmanagement, welche in Zukunft sicherstellen könnten, dass Gelder zielgerichtet verwendet werden. Das Bildungssystem des Bundeslandes Imo ist in einem desolaten Zustand und der Politiker stellt selbstkritisch fest, dass es in den 530 Sekundarschulen in Imo nur 30 Mathematiklehrer gibt. Der Mangel an Lehrpersonal in den Naturwissenschaften ist nur ein dringendes Problem, vor denen der Staat steht. Neben der Verbesserung des finanziellen Managements stellt Emeka Ihedioha die Lehrerausbildung in den Mittelpunkt. Auch Sr. Christiana weist auf die Bedeutung des Lehrers als Vermittler von interkultureller und interreligiöser Kompetenz sowie eines sozialen Verantwortungsbewusstseins hin.

Zum Abschluss seines Besuches erinnerte er die Anwesenden an die Notwendigkeit, die Gesetze des Landes, in dem sie wohnen, zu respektieren und sich zu integrieren, um ein guter Vertreter des Staates ihrer Herkunft zu sein.

Sr. Dr. Christiana Idika DMMM und Friederike Dillenseger